Archiv für November 2009

Sonntag: Vortrag über Antisemitismus im Fussball.

Am Sonntag dem 29.11.2009 findet um 19.00 Uhr ein Vortrag über Antisemitismus im Fussball im Haus Mainusch in Mainz statt. Im Anbetracht dessen, dass sich in letzter Zeit auch in Wiesbaden eine aktive Fußballfanszene entwickelt hat, und auch in dieser Fanszene Antisemitismus vorhanden sein kann, aber nicht muss, ist der Vortrag besonders zu empfehlen.
Nähere Infos hier

Gedenkkundgebung am 9. November in Mainz – Nichts ist vergessen und niemand!

Hier der Aufruf der VVN-BdA Mainz bezüglich der Gedenkkundgebung an die Reichspogromnacht am neunten November 1938.

Nichts ist vergessen und niemand
– Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus bekämpfen

Am 9. November 1938 werden in ganz Deutschland Synagogen zerstört, Geschäfte geplündert, Wohnungen demoliert, jüdische Menschen werden auf offener Straße gedemütigt, geschlagen, ermordet. Fünf Jahre nach der Machtübertragung an Hitler und die NSDAP, nach ersten Verschleppungen von Juden wie von politischen Gegnern in Konzentrationslager und der Ermordung zahlreicher Oppositioneller; im fünften Jahr antijüdischer Gesetzgebung, ist die Reichspogromnacht ein erster Höhepunkt des offenen Terrors gegen die jüdische Bevölkerung.
Es folgt die systematische Ermordung von 6 Millionen zu Juden und Jüdinnen erklärten Menschen, und der Versuch der Vernichtung alles »Jüdischen« in Europa.
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Termine in der nächsten Zeit.

Wir möchten hiermit auf unmittelbar bevorstehende Termine aufmerksam machen und die dazugehörigen Aufrufe dokumentieren.
Ob Bretzenheim, Friedberg oder Zweibrücken – Nazis und andere völkische Freaks bekämpfen!

Aufruf – Nazifreies Bretzenheim!
In Bretzenheim (Nahe) befindet sich das 1966 errichtete Mahnmal mit Gedenkstein, welches an das dort ehemals befindliche Kriegsgefangenenlager erinnern soll. Dies war eines der zirka 20 im Rheinland von den Alliierten, nach dem 2. Weltkrieg, errichteten Lager, welche in der Gesamtheit als „Rheinwiesenlager“ bekannt war.

An diesem Mahnmal, welches heute als „Feld des Jammers“ bezeichnet wird, werden seit mehr als einem halben Jahrzehnt, die im Lager verstorbenen deutschen Kriegsgefangenen, von rechtsorientierten Gruppen, als die „wahren Opfer“ des zweiten Weltkriegs betrauert.

Der Protest der letzten Jahre, diese unverfrorene Verdrehung der Tatsachen nicht einfach so hinzunehmen, bestand lediglich aus einem Gottesdienst und dem Gang an das Mahnmal, wo bereits Wilhelm Herbi, heute ehemaliger NPD-Funktionär, seine Anhänger, vermischt mit einigen Angehörigen ehemaliger Gefangener, bereits ihre Kränze niederlegten und ihr „Heldengedenken“ abhielten.
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Heldengedenken ohne Helden
Kein Ver­ge­ben kein Ver­ges­sen!
Deut­sche Täter sind keine Hel­den!

Am 14. No­vem­ber 2009 plant der Na­tio­na­le Wi­der­stand Zwei­brü­cken, mit Hilfe der rechts­ex­tre­men NPD, unter ge­schichts­re­vi­sio­ni­ti­schem Motto, ein Hel­den­ge­den­ken auf dem Schloss­platz in Zwei­brü­cken. Die Neo­na­zis wol­len unter dem Vor­wand des Na­tio­nal­fei­er­ta­ges (Volkstrau­er­tag am 15. No­vem­ber) an die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Tra­di­ti­on des Hel­den­ge­den­kens an­knüp­fen, um somit mal wie­der ihre men­schen­ver­ach­ten­de Ideo­lo­gie zu be­wer­ben!

In ihrem Auf­ruf schwär­men sie von den Sol­da­ten, die für das deut­sche Reich im ers­ten und zwei­ten Welt­krieg ge­kämpft haben und sti­li­sie­ren die alten Ka­me­ra­den als Pa­trio­ten, Kämp­fer, gar als Hel­den, denen man Denk­mä­ler er­rich­ten soll und denen man mit gutem Ge­wis­sen ge­den­ken kann.

In der Öf­fent­lich­keit bleibt meist un­er­wähnt, dass diese Sol­da­ten in einem An­griffs­krieg ge­fal­len sind, den Deutsch­land selbst mit sei­nen Ver­bün­de­ten an­ge­fan­gen hat und somit seine Opfer selbst zu ver­schul­den hat.

Es gibt keine Hel­den – nur Opfer! Mehr…

Außerdem nicht vergessen, am Samstag den siebten November nach Friedberg!